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VANstaltungen KW 4
28. Januar bis 03. Februar 2016

Jede Woche neu: unsere subjektiv zusammengestellte und ausschweifend kommentierte Übersicht über interessante Termine in den kommenden Tagen.


Tonhalle Düsseldorf · Foto © Google, Morris Willner

Klang aus allen Richtungen (mit dem Ensemble Musikfabrik beim Schönes-Wochenende-Festival für modernes Hören)

Seit einer Weile schon werden Musiker/innen öfter in Konzerten kreativ platziert: unter dem Publikum, im Kreis, auf Podesten oder verschiedenen Ebenen des Saales. Es ist ein schöner Effekt, der aber immer besser funktioniert, wenn die Komposition den Effekt auch vorgesehen hat. Was bei Mozart als Gimmick rüberkommen kann, ist bei Rebecca Saunders absolut musikalisch essentiell. Das Stück Chroma (2003-2013) beispielsweise wird immer für die Räumlichkeiten der Aufführung neu komponiert. Auch Stasis, zu hören im Rahmen des Festivals »Schönes Wochenende« in der Tonhalle Düsseldorf, ist eine ›spacial collage‹, die diese Möglichkeiten mit Absicht nutzt.

Zu Viviers Hiérophanie für Sopran und Ensemble können wir nur sagen, dass wir auch als große Vivier-Fans das Stück nicht kennen. Es wird als rätselhaftes Ritual beschrieben, was ja eigentlich für die Mehrheit seiner Werke zutrifft. Es muss sich lohnen, das Rare und Ausgegrabene vom ihm zu hören. 

29.1. Düsseldorf, Tonhalle


Foto © Simone Rubino

Simone Rubino trommelt auf Kampnagel

Auf Kampnagel spielen am 30. Januar vier Percussionisten: die drei Stammspieler des NDR Sinfonieorchesters zusammen mit dem italienischen Solisten Simone Rubino. Den hat VAN letztes Jahr beim Musikfest Bremen getroffen, wo er uns erzählt hat, dass es bei der Verbindung von Rhythmik und Harmonik um ähnliche Dinge gehe wie bei körperlicher Liebe, dass er elektronische Musik nicht als Konkurrenz erlebe und das Publikum zwar großes Interesse an seinem Instrument zeige, aber noch nicht genug darüber wüsste. »Das möchte ich zusammen mit meinem Kollegen ändern.« Also bitteschön, eine bessere Möglichkeit kann es kaum geben! 

30.1 Hamburg, Kampnagel


Konstanze von Gutzeit über ihren bevorstehenden Auftritt mit dem RSB und Dutilleuxs Tout un monde lointain …

»Eine entfernte, hypnotisierende Welt, mysteriös wie unter einem Gazeschleier, das hat mich unmittelbar fasziniert«

Foto © Neda Navee


Adolph Menzel, Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci · Bild Google Art Project

Andreas Staier/FBO: Bach und Kollegen

Die Musikgeschichte wird manchmal als geradlinige Fluchtlinien zwischen den großen Komponistennamen präsentiert, die dann als hoch aufragende Singularitäten erscheinen. Wenn man aber hineinzoomt, erkennt man um sie herum die vielen kleinen Ansiedlungen von Freunden und Kolleg/innen, die Zulieferer oder Inspirationsquellen waren und oft selbst nicht schlecht komponierten. Der fantastische Siedlungserkunder Andreas Staier und das Freiburger Barockorchester widmen sich nun zusammen den Kumpanen um Johann Sebastian Bach, aber auch der Gevatter selbst kommt zu Gehör.

31.1. Antwerpen, Amuz
1.2. Groningen, De Oosterpoort
3.2. Wangen, Stadthalle
4.2. Stuttgart, Liederhalle Mozartsaal
5.2. Freiburg, Konzerthaus Rolf-Böhme-Saal
8.2. Berlin, Philharmonie Kammermusiksaal
10.2. Ljubljana, Cankarjev Dom

Wir verlosen 1x2 Karten für das Konzert in Stuttgart auf unserem Sperrsitz.


Chicks on Speed, Fashion Rules @ ARTSTRAVAGANZA, for Karl Lagerfeld,
Modemethode, Bundeskunsthalle Bonn, 13.9.2015 (Film Still)

Chicks on Speed play Ari Benjamin Meyers

Hei, das ist was für die jungen Leute um die 40! Klassischer Musiker – was heißt das? Im VAN-Interview hat Ari Benjamin Meyers uns von seinem Übergang erzählt: Von der klassischen Musikausbildung über das Portal Bildende Kunst zu freieren Kompositionen und Performance-Anordnungen, das liegt ihm eher. Die Chicks on Speed kommen aus der Kunst, sind aber früh eine Nummer im Pop geworden, sie verleihem dem oft distanzierend benutzten Wort ›Elektro‹ zur Abwechslung mal gute Bedeutung: Techno, Slogans, Stakkato, Gitarren (No we don't play guitars), Feminismus, Politik, Lippenstift, Schminke, grell, Dada. Und jetzt kommen sie zusammen, für eine Performance an der Volksbühne. Mn drf gspnnt sn. Und nur um »Hören«, so die Musikreihe in der Volksbühne, wird es nicht gehen.

31.1. Berlin, Volksbühne


Ensemble der Triebe

Wenn es in diesen Tagen einen Ort gibt, an dem die Verbindung von E-Gitarre und Streicherensemble etwas Gutes hervorbringt, dann ist es die Laeiszhalle am Montag in Hamburg, wenn der Finne Kalle Kallima mit seinen deutschen Freunden vom Ensemble Resonanz Musik vom Südamerikaner Alberto Ginastera spielt. Resonanzen sind im Haus, Resonanzen »der Triebe«, dazu gehören auch zwei Sinfonien von C.P.E. Bach. Alles, auch die Anwesenheit von Riccardo Minasi an diesem Abend deutet darauf hin, dass die Musik hier so darf, wie sie will.

1.2. Hamburg, Laeiszhalle / Kleiner Saal


Foto Winterthur, Stadthaus  (CC)

Christian Tetzlaff, Musikkollegium Winterthur, Mozart

Dass Christian Tetzlaff einer unserer Lieblingsgeiger ist, wird VAN Leser/innen nicht entgangen sein. Das liegt an der Art und Weise, wie er Musik macht, aber auch daran, wie er seine Gedanken darüber in Worte fassen kann. Wie aber vermittelt man seine eigenen Bilder und Vorstellungen, wenn man als Solist bei einem Orchester zu Gast ist? 

Ich mache die Musik, wie ich sie empfinde und bringe es auch dem Orchester so nahe. Das geht nur über tiefe, emotionale Termini. Und es macht Spaß. Also es macht, glaube ich, dem Orchester auch Spaß. 

Wie genau das funktioniert, davon kann man vielleicht einen Eindruck gewinnen bei der Generalprobe zum ersten von drei Konzerten mit dem Musikkollegium Winterthur, in denen Tetzlaff alle fünf Violinkonzerte von Mozart spielen und leiten wird.

3.2. Winterthur, Stadthaus, 9:30 Generalprobe / 19:30 Konzert
4.2. Winterthur, Stadthaus
7.2. Zürich, Kirche St. Peter

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