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Die VAN-Playlist zum Hören

Max Richter

 

Foto Yulia Mahr

Komponist Max Richter beehrt uns mit einer Playlist. Gravitätisch, langsamer werdend, ernst und subtil. Ein würdigeres Abendprogramm als das Anhören dieser Stücke ist an diesem Montag schwer vorstellbar.

(Englischer Text im Original).


Urmas Sisask – Starry Sky Cycle: Ursa Minor [Peace]

Sisask ist viel zu unbekannt. Er ist eine faszinierende Persönlichkeit, sehr unabhängig. Ich war mal bei einem Konzert von ihm, wo er die Halle von hinten betrat und dabei ein mächtiges Widderhorn blies.

Sisask is way too little known. He is a fascinating figure, going very much his own way. I once saw a concert where he made an entrance from the back of the hall blowing an enormous ram’s horn.



Arvo Pärt – Pari intervallo

Das ist ein Meisterstück in Ökonomie des Ausdrucks und Gefühl. Die beiden unteren Stimmen erzählen von der Freundschaft des Komponisten mit einem inzwischen Verstorbenen – sie bewegen sich stets in dieselbe Richtung.

This is a masterpiece of economy and feeling. The parallel movement in the lower voices echoes the composers friendship with a deceased friend – moving always in the same direction.



Morton Feldman – The Viola in My Life: I.

Eines meiner Lieblingsstücke von Feldman. Wie immer bei ihm ist der Zwischenraum zwischen den Klangereignissen sehr bedeutungsschwanger, in einer intensiven, sehnsuchtsvollen Weise.

One of my favourite works of Feldman. As always with him, the spaces between the events are pregnant with intensity and yearning.



William Duckworth – The Time Curve Preludes: Prelude 2

Die Time Curve Preludes gehören zu meinen liebsten Werken von Duckworth, sie sind einer der großen Klavierzyklen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Minimalismus von Duckworth ist voller Farbe und Melodie, er macht aus dem Prinzip von patterns in der Musik etwas ganz Neues und bringt diese Musik ins 21. Jahrhundert.

The Time Curve Preludes are one of my favourite works of Duckworth and one of the great piano cycles of the latter 20th Century. Duckworths minimalism is full of colour and melody, presenting a fresh take on the idea of pattern music and moving it on toward the start of the 21st Century.



John Metcalf – Paradise Haunts …

Vor 15 Jahren habe ich dies im Konzert gehört, in einem Schloss, das aussieht wie Hogwarts, beim wundervollen Waliser Vale of Glamorgan Festival. Dieses Konzert ist mir immer in Erinnerung geblieben. 

I heard this played 15 years ago at the wonderful Vale of Glamorgan Festival in Wales, in a castle that looked like Hogwarts — I've never forgotten that concert.



Howard Skempton – Of Late

Wie immer bei Skempton ist auch dies hier wahnsinnig eloquent, aber so elegant und sparsam gemacht, dass es ganz natürlich wirkt. Eine brilliante Darbietung von John Tilbury natürlich.

As always with Skempton this is massively eloquent music, but made with such elegance and economy that it feels completely natural. Brilliant John Tilbury performance of course.



Peter Maxwell Davies – Farewell to Stromness (Piano Version)

Ich sehe Schottland als meine Heimat an, auch wenn ich gerade in Berlin lebe. Dies ist eine wunderschöne Bearbeitung eines traditionellen schottischen Liedes von einem zeitgenössischen und wahrhaft visionären Komponisten. Es ist faszinierend, wie viel Intelligenz hinter der scheinbar einfachen Behandlung des Materials durchschimmert.

I think of Scotland as my home (though I live in Berlin at the moment) and this is a beautiful setting of a traditional song by one of today's real visionary composers. Fascinationg how much intelligence is lurking behind the seemingly simple treatment of this material.



Charles Ives – The Unanswered Question

Das ist ein Meilenstein. Konsequent und kühn in der Form wie in der Ausführung, gleichzeitig verzaubernd und verwirrend. Man hört es einmal und vergisst es nie. Ich habe das Gefühl, wir leben in genau der Zeit, die dieses Stück beschreibt, vielleicht sogar: voraussagt …

This is an iconic work. So bold in form and execution as well as bewitching and troubling at the same time. Once heard, never forgotten. I feel like we are living in the time that this work describes, maybe even predicts …